von Gabi Lässig / am 11.08.2018 / in

Im späten Mittelalter wütete, wie vielerorts, auch in Viveiro einst die Pest. Kaum ein Haus, kaum eine Familie, war nicht von dieser Heimsuchung betroffen, und so spürte auch ein braver, frommer Mann die ersten Anzeichen der Krankheit.

Um nicht seine letzten Atemzüge in der verseuchten Stadt tun zu müssen, packte er sein Bündel und stieg hinauf auf den Berg, um dort ein ruhiges Fleckchen zu suchen. Eine Felsgrotte sollte ihn vor dem Wetter schützen, doch als er dort angelangt war, fand er diese schon besetzt. Ein in Lumpen gekleideter großer Mann , begleitet von einem Hund, der ihm seine Wunden leckte, lagerte zwischen den Felsen.

Der Kranke schilderte ihm die Lage in der Stadt, und zusammen beteten sie für die armen Seelen in Viveiro. Als er am nächsten Morgen erwachte, war der Fremde verschwunden, und ebenso die Anzeichen der Pest an seinem Körper. So stieg er wieder hinab und wurde im Tal von Jubel und Freudenrufen empfangen: Von der Krankheit war nichts mehr zu spüren, ein Wunder war geschehen.

Aus Dankbarkeit wurde dem Heiligen San Roque daher auf dem Berg eine Kapelle errichtet, und die Grotte, in dem die Männer ihre Gebete gesprochen haben, kann ebenfalls besichtigt werden.

 

          

 

Ein herrlicher Wanderweg führt durch duftende Eukalyptuswälder hinauf auf den Berg, der eine umwerfende Aussicht auf den Ria, die Stadt und das Flusstal bietet. Auch ohne die Geschichte wäre der steile Aufstieg durch diesen Blick mehr als lohnend gewesen!

 

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