Durchs Baskenland

von Gabi Lässig / am 11.09.2018 / in Allgemein

Die vergangenen beiden Tage waren so spannend und ausgefüllt, dass es echt schwierig ist, sie in einem kurzen Blog-Beitrag zusammenzufassen.

Unsere Rundfahrt startete bei schönstem Sonnenschein Richtung Pamplona bzw. damit auch Richtung Pyrenäen, vorbei an der Aragon-Talsperre, und immer weiter hinein ins Bergland. Als erstes Ziel hatten wir uns das Kloster San Juan de la Pena vorgenommen, wohin nur ein kleines Serpentinensträßchen mehrere Kilometer bergauf führt. Oben angelangt, mussten wir das Auto beim neuen Kloster stehen lassen – einer überaus prächtigen Anlage –

 

 

und wieder anderthalb Kilometer zu Fuß hinabsteigen  zum alten, ursprünglichen Kloster. Die mittelalterliche Anlage ist in atemberaubender Weise unter einen Felsüberhang gebaut, und je nach Blickwinkel scheint das Kloster von den Felsmassen erdrückt zu werden oder sich an sie anzuschmiegen. Faszinierend!

Aber auch das Innere bot einiges an Historie – immerhin sind hier die ersten Könige von Aragon begraben, und angeblich wurde sogar der Heilige Gral mal hier aufbewahrt.

 

    

 

Nach einem kleinen Mittagsbierchen in einem urigen Dörfchen am Fuß des Berges (wo auch noch mal zwei richtig alte Kirchen bewundert werden konnten), fuhren wir zurück zur Talsperre, wo wir auf dem Hinweg von weitem schon eine pittoreske Ruinenstadt auf einem Hügel entdeckt hatten, die richtig spannend aussah.

Weit und breit war allerdings kein befahrbarer Weg dorthin zu finden, und die Sonne brannte inzwischen mit voller Kraft auf die karge Landschaft. Egal – das Dörfchen war einen Spaziergang wert!

 

 

Völlig ausgestorben – eine echte Geisterstadt erwartete uns. Sämtliche Häuser lagen in Trümmern, und wir fragten uns, was hier wohl geschehen war. Ein Erdbeben, ein Großbrand? Im Internet war über den Ort auch nicht viel zu finden, angeblich wurde das Dorf in den 60er Jahren aufgrund des Baus der Talsperre einfach aufgegeben…

 

 

Bei uns wäre das Gelände vermutlich weiträumig abgesperrt, hier steht jedoch kein einziges Warn- oder Verbotsschild, und wir konnten ungehindert alle Durchgänge und Löcher erkunden. Auch die Kirche, die äußerlich noch am besten erhalten wirkt, aber innen auch nur Ruine ist.

 

 

Da schlägt mein Fotografenherz gaaanz hoch!

Ziemlich kaputt und ausgebrannt kamen wir in Pamplona an, wo wir uns durch die Altstadt zum Hotel durchschlugen und erst mal Dusche und Abendessen brauchten, um das Nightlife überhaupt wahrnehmen zu können. Viel junges Publikum bevölkerte dort die Bars und Gassen, und auch mal wieder ein Mittelalter-Markt mit den bekannten Ständen und Gauklern.

Erst am nächsten Morgen, nach dem Frühstück in einer umgebauten Kapelle, konnten wir bei einem Streifzug noch ein paar nette Ecken dieser Stadt entdecken. Alles dreht sich hier natürlich um die alljährliche Feria del Toro, mit dem berühmten Stierrennen, und um Hemingway, der Pamplona ja einige literarische Denkmäler gesetzt hat.

 

 

Was auch hier – wie in allen nordspanischen Städten, die wir nun besucht haben – auffällt, ist die Sauberkeit auf den Straßen und in den Parkanlagen und die Vielzahl der Kinderspielplätze. Es gibt eine Menge Hunde, aber fast jeder Gassi-Geher hat sein Hundetütchen dabei und benutzt es auch. Sehr angenehm!

Die Rückfahrt legten wir über das Weinbaugebiet des Rioja. In einer sehr kargen Landschaft wachsen Reben, Reben, Reben, und mächtige Weingüter zeugen vom Wohlstand der Weinbauern.

 

 

Die Rückgabe des Mietwagens verbanden wir dann noch mit einem weiteren Pintxo-Steifzug durch Bilbaos Altstadt – zwei wunderschöne Tage waren das!

 

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