Inselwanderung

von Gabi Lässig / am 09.06.2018 / in Allgemein

Die Ile d’Ouessant ist der westlichste bewohnte Punkt Frankreichs, wobei nur knapp über 800 Menschen dauerhaft hier wohnen – mehr könnten sicher trotz der Scharen an Tagestouristen kein Auskommen finden.

Die Insel hat – außer vielen Felsen, viel Gras, einigen schönen Leuchttürmen und ein paar Ziegen und Schafen – auch nicht viel zu bieten. In der „Hauptstadt“ Lampaul gibt es eine Handvoll Restaurants, einen Bäcker, einen kleinen Supermarkt, das war’s dann auch so ziemlich. Gerade richtig, wenn man Ruhe und Entspannung sucht und schroffe Landschaften liebt.

Wir haben gestern eine schöne Wanderung zu den Leuchttürmen Nividic und Creach gemacht – ersterer war der erste elektrifizierte Leuchtturm Frankreichs, und der zweite ist noch immer einer der leuchtstärkste Europas.

Die zerklüftete Felsenküste ist selbst bei ruhigem Wetter sehr beeindruckend – kein Wunder, dass die Gewässer rings um die Insel mit Wracks übersät sind. Die bekannteste Havarie war wohl die des Öltankers Amoco Cadiz im Jahr 1978, der die ganze bretonische Küste mit Öl verseuchte.

Abends ist dann allerdings – nach viel Wärme und Sonnenschein – wieder der Nebel über die Insel gekrochen, und gerade zieht eine kleine Regenfront über uns hinweg – wir sind froh um unsere Dieselheizung…

Auch heute wollen wir ein bisschen unsere Füße vertreten, bevor es morgen wieder aufs Meer hinaus geht.

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